Nutzen

Nutzen für die Schweiz - Ressourcengewinnung und Reduktion von Umweltrisiken

  • Die ca. 10 % Eisenmetalle aus der Schlacke (52‘000 t/a) können ohne Verunreinigungen und Oxydationsverluste so zurückgewonnen werden, dass sie eine gefragte Ressource für die Stahlproduktion darstellen (Fe-Recycling: 1,7 kg CO2 pro kg Fe entspricht 110‘500 t CO2).
  • Mit den ca. 3 % Aluminium (ca. 19‘500 t/a) kann neben der Wertstoffgewinnung eine beachtliche Menge Energie und CO2 eingespart werden. (CO2-Gewinn 12,1 kg CO2 pro kg Al entspricht 236‘000t CO2).
  • Durch eine optimierte Metallrückgewinnung können neben Kupfer weitere wertvolle Metalle und Legierungen zurückgewonnen werden, die in Ihrer Herstellung viel Energie benötigen und die Umwelt belasten.
  • Gelingt es, das „de–carbonatisierte“ Calcium in den Zementprozess einzubringen, so kann eine beachtliche Einsparung von CO2 und Deponieraum erreicht werden. (0.78 kg CO2 pro kg CaO; CaO Gehalt in der Schlacke 26% entspricht 132‘600 t CO2).
  • Die nachsorgefreie Ablagerung von Rückständen entlastet die Umwelt und spart Nachsorgekosten.
  • Einsparung von wertvollem Deponieraum.
  • Volkswirtschaftliches Potential durch Erarbeiten von Grundlagen für den frühen Eintritt zu zukünftigen Märkten in Europa und andern Teilen der Welt.

Nutzen für Partnerorganisationen - Know-how und Imagepflege

  • Jeder Mitwirkende wird ein Teil der Lösung und kann die Ergebnisse nutzen.
  • Die anstehenden Aufgaben können nur in Kooperation zwischen wichtigen Know-how-Trägern effizient bearbeitet werden – Bereitschaft zur Kooperation ist ein Nutzen.
  • Für viele Partner stellt die Mitarbeit die Lösung ihrer noch bestehenden Probleme dar, wie zum Beispiel Die Lösung von Entsorgungsproblemen oder der Nutzen aus nachsorgefreien Rückständen.
  • Das Vermeiden von Reibungsverlusten durch Kooperation erhöht die Effizienz und stellt mehr zielgerichtete Kapazität zur Lösungssuche frei.
  • Eine eindeutige Kommunikation wird möglich und die Anliegen und Vorgehensweisen dieser sich im öffentlich- und privatrechtlichen Bereich angesiedelten Aufgaben werden von der breiten Bevölkerung besser verstanden.
  • Die Schweiz kann ihren Führungsanspruch bei der Umsetzung einer nachhaltigen Ressourcen- und Abfallpolitik darstellen und sich damit weitere Märkte eröffnen.

Nutzen für die Abfallwirtschaft - Weiterentwicklung von rechtlichen und technischen Normen

Das Umweltschutzgesetz vom 7. Oktober 1983 enthält bezüglich der Abfallwirtschaft viele wertvolle, generell aber abstrakte Bestimmungen mit wegweisendem Inhalt, die durch die Abfallinhaber, die Kantone oder die Bertreiber von Abfallbehandlungsanlagen umzusetzen sind. In vielen Bereichen wird dem Bundesrat die Kompetenz erteilt, weitergehende Regelungen zu treffen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat mit dem Erlass von verschiedenen Verordnungen im Abfallbereich Gebrauch gemacht.

Im Leitbild für die schweizerische Abfallwirtschaft aus dem Jahre 1986 hat der Bund verschiedene Grundsätze und Ziele formuliert. Mit der Umsetzung der vom Bundesrat erlassenen Verordnungen ist die schweizerische Abfallwirtschaft in vielen Bereichen den gesteckten Zielen des Leitbildes 86 in anerkennenswerten Schritten näher gekommen.

In wichtigen Bereichen sind die gesteckten Ziele aber noch nicht erreicht. Die gilt insbesondere für die Behandlung der festen Rückstände aus der thermischen Abfallbehandlung. Zur Zielerreichung bedingt es weitere technische Lösungen, die z.T. noch entwickelt und später in die Praxis eingeführt werden müssen.

Im Zusammengang mit der Totalrevision der Technischen Verordnung über die Abfälle (TVA) hat sich gezeigt, dass für die, nach wie vor in der Entwicklung stehenden Bereiche der Abfallbehandlung künftig im vermehrtem Masse am besten auf den Stand der Technik abgestellt wird. Damit kann man mit einem dynamischen Element der sich abzeichnenden Entwicklung zur Erreichung der gesteckten Ziele am Besten gerecht werden.

Der ZAR kann bei der Entwicklung und Fortschreibung des Standes der Technik für die Behandlung von festen Rückständen aus der Thermischen Behandlung – aber auch für andere Bereiche einen wertvollen Beitrag für die Weiterentwicklung der schweizerischen Abfallwirtschaft leisten.